2. Burgmeeting in Königstein erlebt drittbeste je gelaufene 600-Meter-Zeit durch Marc Reuther und Einstellung des Hessenrekord über 4x100 Meter durch die Startgemeinschaft "Königstein - Groß-Gerau - Kronberg" in der U18
  25.07.2021 •     Leistungssport , Wettkampfsport


Nachdem bei der Premiere des „Königsteiner Burg-Meetings“ besonders auf den Mittelstrecken hervorragende Zeiten erzielt wurden, standen diesmal die Sprints und die Staffeln im Fokus des Geschehens. Mit einem Doppelsieg glänzte ein Mann aus der Dominikanischen Republik. Jose Alnardo Gonzales Soto war bei der Olympia-Qualifikation seines Landes noch nicht in Top-Form und tingelt nun durch Europa. Bei Gegenwind (- 1,0 m/sec.) war in starken 10,32 Sekunden der erste Sieg des Abends eingetütet und zu einer neuen Bestzeit (bisher 10,26 sec.) fehlte nicht viel. Nur gut 30 Minuten später ging der Mann von der Karibikinsel erneut in den Startblock und machte über die 200 Meter schon gleich in der Kurve mächtig Druck. Der Lohn für Gonzales Soto war eine Verbesserung seines Hausrekordes um fast 0,10 Sekunden auf nun sehr flotte 20,52 Sekunden. Übrigens eine Zeit, die in diesem Jahr noch kein deutscher Athlet zeigen konnte. Jeweils Platz zwei auf beiden Sprint-Distanzen ging an Tim Kolbe (TSG Friedrichsdorf). Der U23er blieb mit 10,81 bzw. 21,76 Sekunden nur knapp über seinen Bestmarken, die seit dem letzten Monat bei 10,76 sowie 21,72 Sekunden notieren. Beim Nachwuchs der U18 gefiel Lokalmatador Julian Rubel (KLV) mit der neuen PB von 10,07 Sekunden.

Überragend der Auftritt der Startgemeinschaft „Königsteiner LV - TV Groß-Gerau - MTV Kronberg“ über 4x100 Meter, die in der Besetzung Maurice Andrew, Aaron Amenta (beide TV Groß-Gerau), Finn Kohlenbach und Schlussläufer Julian Rubel (KLV) ein ganz großes Staffel-Rennen zeigten, obwohl sie in dieser Konstellation erstmals unterwegs waren. Mit phantastischen 42,10 Sekunden stellen sie in der Altersklasse U18 den Hessenrekord (bisher nur Wiesbadener LV) ein und sind mit ihrer Top-Zeit aktuell die Nummer eins in Deutschland, klar vor der Startgemeinschaft Team Erfurter LAC (42,50 sec.).

Auch über 4x400 Meter hatte die Startgemeinschaft „Königsteiner LV - TV Groß-Gerau - MTV Kronberg“ Grund zum Jubeln. In der älteren U20 waren Finn Kohlenbach, Markus Wagenleitner (beide KLV), Sven Müller (MTV) und Lasse Schmitt (KLV) im Alleingang nur gegen die Uhr 3:23,43 Minuten unterwegs, sortierten sich damit hinter der LG Offenburg (3:21,48 min.) auf den zweiten Platz in Deutschland ein und hakten schon jetzt die Norm für eine mögliche Staffel-DM im Jahr 2022 ab. Die gezeigte Zeit war zweifelsfrei noch nicht das Ende der Fahnenstange, da Top-Läufer Okai Charles (KLV) nach seinen beiden Rennen bei der EM geschont wurde und durch Markus Wagenleitner (KLV) ersetzt wurde. Der Mehrkämpfer machte seine Sache ganz hervorragend, hatte aber vom Wochenende noch einen kompletten Zehnkampf in den Beinen! Ganz flott war auch die Eintracht-Staffel (Boykin, Gauges, Hofmann, Zwergel) mit 46,57 Sekunden unterwegs.

Im letzten Rennen des Abends verfehlte Mittelstreckler Marc Reuther (Eintracht Frankfurt) über die selten angebotenen 600 Meter in 1:15,67 Minuten den deutschen Rekord von Edgar Itt (TV Gelnhausen/handgestoppte 1:15,1 Minuten) nur hauchdünn.

Zuvor zeigte Lukas Abele (SSC Hanau-Rodenbach) bei den 800 Metern auf der Zielgeraden einen schönen Endspurt und hängte dadurch mit 1:49,11 Minuten noch die beiden Südafrikaner Dillan van Rooyen (1:49,87 min.) sowie Luan Munnik (1:50,71 min.) ab. Christoph Schrick (ASC Darmstadt) holte sich in der neuen Bestzeit von 1:51,79 Minuten den Sieg bei den U20ern und rückte damit im DLV-Ranking auf den achten Platz vor. Nur 0,02 Sekunden dahinter stürmte Robin Pfahls (TV Gelnhausen/ebenfalls U20) über die Ziellinie. Bei den U18ern lief Jan Dillemuth (TV Assenheim) mit 1:52,27 Minuten in den Bereich seiner PB. Einen neuen Hausrekord über 800 Meter hatte Sarah Köcher (LG Odenwald/U18) mit 2:16,54 Minuten im Gepäck. Ihre Vereinskollegin Svenja Clemens (U20) musste über die 1500 Meter nach 4:34,96 Minuten lediglich Sina Moira Wiedmann (Eintracht Frankfurt/4:34,46 Minuten) den Vortritt lassen. Auf der Stadionrunde setzte sich Sophia Wolf (TV Groß-Gerau) in 57,87 Sekunden gegen Anna Hülsmann (LG OVAG Friedberg-Fauerbach/58,71 sec.) durch.